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Einbauspülen – wichtiger Bestandteil einer Küche

Eine Einbauspüle zählt zu den wichtigsten Arbeitsplätzen in der Küche, denn hier werden Lebensmittel gesäubert und vorbereitet, bevor sie weiter verarbeitet werden. Wie wichtig eine Spüle ist, zeigt, dass selbst zu Zeiten des Geschirrspülers niemand auf sie verzichten kann. In den meisten Fällen kommen in deutschen Küchen die Einbauspülen aus Edelstahl mit den entsprechenden Armaturen zum Einsatz. Ihren Namen erhielt sie wegen der Art der Installation, denn Einbauspülen werden in die Arbeitsfläche eingesetzt, also dort eingebaut. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten des Einbaus. Auch in Form, Material und Qualität unterscheiden sich viele Spülbecken voneinander. Wer sich eine Einbauspüle kaufen möchte, sollte sich daher vorab ein wenig über die unterschiedlichen Küchenspülen und Armaturen informieren, um das passende Modell für seine Küche zu finden.

Wie funktioniert eine Einbauspüle?

Eine Einbauspüle dient zum Ableiten von Wasser und anderen Flüssigkeiten. Dazu werden sie in das Becken gekippt und fließen durch den Ablauf in das Abflussrohr, worauf sie anschließend in die Kanalisation abgeleitet werden. Damit es nicht zu Verstopfungen kommt, ist in den Ablauf ein Sieb eingelassen, welches die gröberen Bestandteile des Schmutzwassers zurückhält.einbauspüle

Des Weiteren kann in einer Einbauspüleauch gebrauchtes Geschirr und Besteck von Hand gereinigt werden. Dazu lässt man Wasser ein und verhindert das Ablaufen durch einen Stöpsel. Bei Einbauspülen mit zwei Becken dient dann das eine zur Reinigung mit Spülmitteln und das andere zum Abspülen oder der Aufbewahrung der nassen Gegenstände. Dafür bietet der Handel spezielle Körbe an, die einhängt werden können und in denen das Geschirr abtropfen kann. Nach einem gemütlichen Grillfest am Abend können in der Spüle die Roste des Grills schnell wieder sauber gemacht werden. Dank der Armaturen können Lebensmittel vor der Zubereitung unter fließendem Wasser in einer Einbauspüle gereinigt werden. Einbauspülen sind somit fester Bestandteil in jeder Küche, an der in der Regel bis zu 60% der Küchenarbeiten erledigt werden können.

Wie wird eine Einbauspüle montiert?

Einbauküchen sind sehr beliebt, denn in der Regel gestaltet sich die Montage recht einfach. Spülen können jedoch auf verschiedene Art in die Arbeitsfläche eingebaut werden. Vor dem Kauf sollte man sich Gedanken darüber machen, welche Möglichkeiten des Einbaues es gibt und welche man selbst bevorzugt.

  •  Die herkömmliche Einbauspüle wird auf die Arbeitsfläche gesetzt, nachdem die nötige Fläche dafür herausgesägt wurde. Das Bassin wird daher versenkt, der Rand liegt auf der Arbeitsfläche und wird im Anschluss gegen das Eindringen von Feuchtigkeit versiegelt.
  • Bei einer Flacheinbauspüle gleicht der Einbau der herkömmlichen Spüle. Jedoch ist hier der Rand flacher gehalten, der Unterschied zwischen Rand und Arbeitsplatte ist demnach nicht so groß. Dadurch gleicht sich die Einbauspüle optisch besser an. Auch das Reinigen wird erleichtert, da sich Schmutzreste nicht festsetzten können.
  • Eine flächenbündig eingesetzte Einbauspüle erfordert etwas mehr Vorbereitung an der Arbeitsfläche. Denn hier wird so viel Material des Holzes vorab abgetragen, dass Becken und Arbeitsfläche bündig und ohne Höhenunterschied zueinander abschließen. Beim Reinigen der Flächen können Krümel so direkt mit dem Lappen oder Schwamm in die Einbauspüle gewischt und entsorgt werden.
  • Wie der Name schon verrät, wird bei der Unterbauspüle das Spülbecken unter die Arbeitsfläche eingebaut. Da man hier die Schnittfläche der Arbeitsplatte sehen kann, eignen sich nur Materialien wie

Das Material der Spüle ist entscheidend für Pflege und Langlebigkeit

Spülen können aus verschiedenen Materialien bestehen. Das macht sie für eine unterschiedliche Klientel interessant, denn nicht jeder mag Edelstahl für seine Einbauspüle. Edelstahl ist jedoch der Klassiker schlechthin und noch immer das meist verwendete Material für Spülbecken. Es ist zeitlos und vermittelt das Gefühl von Sauberkeit und Hygiene. Edelstahl ist leicht zu reinigen und dank unterschiedlicher Optiken in poliert oder matt auch mit einem Großteil von Küchenstyles kompatibel. Da die Armaturen auch meist aus diesem Material bestehen, passen Einbauspüle und Armaturen bildlich sehr gut zusammen. Edelstahl ist unempfindlich gegen heißes oder sogar kochendes Wasser und viele Chemikalien, auch wenn diese in der Küche eigentlich nichts zu suchen haben.

Man kann getrost einen heißen Topf in das Becken stellen, ohne befürchten zu müssen, dass es dauerhaft Spuren hinterlässt. Eine Einbauspüle aus Edelstahl hat eine glatte Oberfläche, die keine Angriffspunkte für Bakterien oder gesundheitsgefährdende Keime bietet. Die Reinigung gestaltet sich bei Spülbecken aus Edelstahl recht einfach. In der Regel genügen ein Lappen und etwas Spülmittel, um Verunreinigungen zu beseitigen und die Einbauspüle wieder auf Hochglanz zu bekommen. Bei hartnäckigem oder eingetrocknetem Schmutz kann man getrost auch ein leichtes Scheuerpulver zur Hand nehmen, ohne dass der Edelstahl es übel nimmt. Nur bei minderwertigen Küchenspülen aus Edelstahl kann es zu Kratzern kommen. Edelstahl von hochwertigen Spülen jedoch ist mit Chromoxyd beschichtet. Das macht das Material sehr robust und widerstandsfähig. Natürlich ist Edelstahl auch auf Dauer rostfrei, wodurch sich das Material natürlich besonders zum Einsatz in Küchen eignet. einbauspüle

Ein weiteres Material, welches gerne bei Einbauspülen verwendet wird, ist Granit. Dieser Grundstoff gibt der Küchenspüle einen besonderen Flair. Granitspülen sind ebenso wie Spülen aus Edelstahl kratzfest und unempfindlich gegen Hitze und Säure. Sie sind in vielen Farben erhältlich und behalten diese auch bei häufiger Nutzung und über Jahre hinweg bei. Außerdem punktet Granit mit seiner einfachen Pflege und ist resistent gegen Flecken aller Art. Nachteilig ist die Härte des Materials. Dadurch gehen Teller oder Tassen, die hineinfallen, schneller kaputt als bei einer Einbauspüle aus Edelstahl. Da die Oberfläche von Granit leicht rau ist, bedürfen diese Spülen einer etwas intensiveren Reinigung.

Mit dem entsprechenden Reinigungsmitteln und einer zeitnahen Säuberung können sich Schmutzpartikel oder Kalk jedoch gar nicht erst festsetzen.
In den letzten Jahren erlebt die Einbauspüle aus Keramik wieder ein Comeback und ist dementsprechend zunehmend wieder häufiger in deutschen Küchen anzutreffen. Durch das einzigartige Herstellungsverfahren ist die Einbauspüle aus Keramik sehr robust und unempfindlich gegen Kratzer und Hitze. Flüssigkeiten perlen einfach an der glatten und lasierten Oberfläche ab. Die Reinigung gestaltet sich daher recht einfach. Jedoch ist diese Einbauspüle um einiges schwerer als die Einbauspüle aus Edelstahl. Außerdem muss man für diese Becken auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Dafür hat man aber auch viele Jahre lang eine Einbauspüle in einer sehr guten Qualität.

Ein noch relativ neues Material, welches für Einbauspülen verwendet wird, ist Glas. Die Bedenken, dass diese Spülbecken sehr empfindlich sind und schnell kaputt gehen können, ist jedoch unberechtigt. Denn das robuste Sicherheitsglas sieht zwar filigran aus, ist aber genau wie die Spüle aus Edelstahl oder Granit sehr widerstandsfähig gegen Hitze oder Kratzer. Bei hochwertigen Modellen aus Glas ist der seitliche Einbau von LEDs möglich, was die Einbauspüle noch dekorativer und zu einem einzigartigen Eyecatcher werden lässt.

No-Name Produkt oder doch lieber Markenware?

Natürlich muss jeder selbst für sich entscheiden, ob er eine preiswerte Einbauspüle kaufen möchte oder doch lieber ein Modell eines bekannten Herstellers. Am deutschen Markt haben sich 10 Hersteller fest etabliert. Meist unterscheiden sie sich in der Materialauswahl.

  • Die BLANCO Küchentechnik zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Spülen. Zusätzlich werden auch kompatible Armaturen und Abfallsysteme angeboten. Dieser Hersteller ist dafür bekannt, dass er auch für ausgefallene Kundenwünsche eine Lösung findet.
  • Das Schweizer Unternehmen EISINGER wirbt mit Ästhetik und praktischer Funktionalität ihrer Einbauspülen.
  • Der ebenfalls aus der Schweiz stammende Spülenhersteller FRANKE punktet mit außergewöhnlichem Design und individuellen Formen ganz nach dem Wunsch seiner Kunden.
  • Das griechische Unternehmen PYRAMIS bietet neben Küchenspülen auch Elektroeinbaugeräte und Zubehör an.
  • Der Hersteller RIEBER stattet nicht nur private, sondern auch gastronomische Küchen aus und bietet aus diesem Grund neben den preiswerteren Modellen auch sogenannte Premiumspülen an.
  • Der Spülenhersteller SCANDI bietet Einbauspülen alle gängigen Materialien an. Daneben werden auch Armaturen und Mischbatterien verkauft.
  • Die SCHOCK GmbH gilt als Erfinder der Einbauspüle aus Granit. Heute vertreibt das Unternehmen diese Spülen in rund 70 Ländern.
  •  Das Unternehmen SYSTEMCERAM hat sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Küchenspülen aus Keramik spezialisiert und bietet neben diesen auch Armaturen und anderes Zubehör aus Keramik an.
  •  TEKA ist in Spanien ansässig und hat Einbauspülen aus Edelstahl und Glas des mittleren Preissegments im Angebot.
  • Die VILLEROY & BOCH AG mit Sitz in Deutschland hat sich unter anderem auf Keramikspülen und passenden Küchenarmaturen spezialisiert.

Vor- und Nachteile

Die Einbauspüle aus Edelstahl in Hochglanz- oder matter Optik

VorteileNachteile
Robust Bei minderwertiger Qualität anfällig gegen Kratzer und Flecken
Widerstandsfähig
Unempfindlich
Hitzebeständig
Anpassungsfähig (Design)
Antibakteriell
Rostfrei

Einbauspüle aus Granit

VorteileNachteile
Unempfindlich gegen Flecken und Kratzer Leicht poröse Oberfläche
Hitzebeständig Intensivere Reinigung als bei Edelstahl nötig
Robust
Antibakteriell

Die Einbauspüle aus Glas

 

Vorteile Nachteile
Pflegeleicht Verhältnismäßig kostenintensiv
Hygienisch
Extrem robust
Formstabil
Edles Design
Individuell machbar durch LEDs

Die Einbauspüle aus Keramik

Vorteile Nachteile
Hitzebeständig Verhältnismäßig schwer im Gegensatz zu Edelstahl
Robust Relativ teuer
Kratzfest
Langlebig
Edles Design
Individuell durch moderne Formen und Farben

Wie viel kostet eine Einbauspüle?

Die Kosten einer Einbauspüle hängen von mehreren Faktoren ab. Zum Einen spielt das Material eine gewichtige Rolle und zum Anderen sind natürlich auch Größe und die Qualität ganz entscheidend für den Preis. Zusätzlich sind Einbauspülen renommierter Hersteller kostenintensiver als No-Name Produkte. Zu den preiswerteren Modellen zählen die Einbauspülen aus Edelstahl. Eine gute Einbauspüle aus diesem Material kostet je nach Hersteller und Größe bereits ab 100 Euro, qualitativ hochwertigere Produkte findet man schon ab 150 bis 200 Euro. In diesem Segment beginnen die Preise einer einfachen Einbauspüle aus Keramik oder Granit. Am kostspieligsten sind die Modelle aus hochwertigem Sicherheitsglas.

Hier kann man gut und gerne einmal 500 Euro und mehr ausgeben.
Um sich einen genauen Überblick über die Kosten verschaffen zu können, ist es sinnvoll, unterschiedliche Hersteller und verschiedene Produkte miteinander zu vergleichen.

Welche Farbe sollte die Einbauspüle haben?

Dank neuester Techniken können so ziemlich alle Kundenwünsche in Bezug auf Größe, Form oder Farbe erfüllt werden. Wenn in der Vergangenheit eine Küchenspüle immer aus Edelstahl bestand, so sind heute immer öfter mehr Sonderanfertigungen erwünscht. Die passende Farbauswahl spielt auch in der Küche zunehmend eine wichtige Rolle. Denn die Küche ist längst nicht mehr nur der Raum, in dem die Frau das Essen kocht. Küchen werden immer häufiger auch als Treffpunkt und Aufenthaltsraum bei Treffen mit Freunden und Bekannten genutzt. Und daher muss das Gesamtbild stimmen.

Welche Maße sollte die Einbauspüle haben?

Hier kommt es darauf an, wie groß der Haushalt und vor allem der Platz in der Küche sind. Je größer eine Einbauspüle ist, desto besser können auch sperrige Dinge gereinigt werden. Wer also gerne grillt, sollte eher zu einer geräumigeren Einbauspüle tendieren, um die Roste bequem säubern zu können. Zwar sollte es in allen Küchen eine Einbauspüle geben, wenn jedoch in kleineren Haushalten meistens außerhalb gegessen wird, rentiert sich eine große Einbauspüle nicht. Hier reicht ein kleineres Modell aus. Einbauspülen können entweder aus einem oder zwei Becken bestehen.

Welches Zubehör wird bei einer Einbauspüle mitgeliefert?

Je nach Hersteller und Modell kann auch Zubehör im Lieferumfang enthalten sein. Küchenarmaturen gehören jedoch nicht dazu und müssen separat gekauft werden. Meist gehört auch der Siphon nicht zum Lieferumfang. Dies sollte beim Kauf beachtet werden. Bei manch einer Einbauspüle wird ein Drehknopf für die Betätigung des Stöpsels mitgeliefert. Bei anderen Modellen muss ein einfacher Stöpsel mit Kette genügen.

Fazit

Eine Einbauspüle sollte wegen ihrer Funktionalität in keinem Haushalt fehlen, auch wenn nur wenig gekocht wird. Bei dem Kauf sollte man sich nicht nur von einem guten Aussehen und dem günstigen Preis verleiten lassen, sondern eher auf eine hochwertige Qualität achten.
Ein Vergleich unterschiedlicher Modelle ist sinnvoll, wenn man eine passende Einbauspüle für einen guten Preis erhalten möchte. Auch sind Erfahrungsberichte eine gute Möglichkeit, die hochwertigen Modelle von den minderwertigen Produkten selektieren zu können. Ebenso hilfreich können Testergebnisse unabhängiger Unternehmen sein. In regelmäßigen Abständen werden im Internet Einbauspülen getestet und die Ergebnisse kostenfrei und unverbindlich veröffentlicht. Neben den individuellen Vor- und Nachteilen kann man sich hier durch einen Klick auch auf die jeweilige Webseite des Verkäufers weiterleiten lassen. So kann man schnell und bequem die passende Einbauspüle für seine Küche finden. Mit der richtigen Pflege hat man viele Jahre Freude an seiner neuen Einbauspüle.